„Es war eine Ehre“: Abschiedsbrief an todkranke Mutter.

Der Tod kommt nicht immer plötzlich. Manchmal zeichnet sich das Ende schon lange vorher ab. Doch auch wenn man es schon kommen sieht: Der Verlust ist dadurch nicht weniger schmerzhaft.  

Die Mutter dieser Imgur-Userin hat bereits erfolgreich Brustkrebs und einen Tumor hinterm Ohr besiegt. Doch dann diagnostizieren Ärzte im vergangenen Jahr bei der US-Amerikanerin ein Lungenkarzinom. Schnell wird klar, dass es diesmal keine Hoffnung mehr gibt. Mit Bildern und bewegenden Worten beschreibt ihre Tochter die letzten Wochen ihrer sterbenden Mutter. Ein emotionaler Abschied, der ihr alles abverlangt.

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„Es gibt nicht mehr viel, was man für meine Mutter tun kann. Sie hat trotzdem hart gekämpft, sie war so stark, sie ist sogar so lange arbeiten gegangen, wie sie konnte. Am 18. Dezember musste sie dann ins Krankenhaus, weil sie plötzlich zu schwach war, um zu laufen. So fanden wir heraus, dass die Chemo nicht mehr anschlug. Wir beschlossen, dass sie ihre letzte Zeit zu Hause verbringen sollte.

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Dort begann meine Arbeit als Tochter. Mein Chef ließ mich von meinem Elternhaus aus arbeiten und meine Schwester zog mit ihren Kindern temporär ein. Wir schliefen neben dem Bett meiner Mutter und ich tippte meistens mit einer Hand, während ich mit der anderen die ihrige hielt. Meine Schwester und ich lebten 6 Wochen lang mit meiner Mutter auf ihrem letzten Weg in einem Raum. Wir kümmerten uns rund um die Uhr um sie. Ich hasste es, wenn wir sie bewegen mussten, denn das tat ihr weh, egal, wie sanft wir waren, und ihre Schreie brachen mir das Herz. Wie ließen sie nie allein. Keinen Augenblick lang. 

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Sie konnte nicht mehr viel reden und war nicht immer anwesend. Wenn sie nicht schlief, starrte sie an die Decke oder stöhnte vor Schmerzen. An guten Tagen flüsterte sie 'Ich dich auch', wenn wir ihr sagten, dass wir sie liebten. Ich war immer ein 'Mamakind' gewesen, wir standen uns mein ganzes Leben lang immer sehr nahe. Ich habe ihr immer alles erzählt, jede kleine und große Erfahrung mit ihr geteilt. Vor ein paar Tagen wollte ich ihr etwas erzählen und mir wurde klar, dass ich es nicht konnte.

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Ich brach zusammen. Ich stand neben ihrem Bett und weinte. Ich hätte es nicht tun sollen, aber ich erzählte ihr, wie ich mich fühlte. Wie sehr ich es vermisse, mit ihr zu reden. Sie seufzte so traurig und griff nach meiner Hand. Ich hielt sie und sagte ihr, es sei in Ordnung, sie müsse nicht für mich ausharren. Dass sie so lange und so hart gekämpft habe. Dass sie nun müde sei und ich das verstünde. 

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Es war eine schwere Zeit, aber es war ein Privileg, die ganze Zeit an ihrer Seite sein zu dürfen, alles zu tun, damit sie sich wohlfühlt. Sie hat uns gestern um 23:15 Uhr verlassen. Sie ist, wie auf diesem Foto, von uns gegangen, während meine Schwester, mein Vater und ich ihre Hand hielten, ihrem letzten Atemzug lauschten. 

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Es war eine Ehre, Mama, deine Tochter sein zu dürfen. Ich werde dich für den Rest meines Lebens vermissen. Aber ich bin froh, dass ich bei dir sein konnte, als du uns verlassen hast.“

Die Abschiedsworte der jungen Frau haben viele Menschen tief im Herzen berührt. Vor allen Dingen diejenigen, die ebenfalls einen geliebten Menschen verloren haben. Nichts auf der Welt kann der trauernden Tochter ihre Mutter wiederbringen. Doch sie wird es für immer als Geschenk betrachten, sie bis zum Schluss auf ihrem letzten Weg begleitet zu haben.

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