Joggerin entdeckt lebendig begrabenes Baby und rettet es.

An einem sonnigen Frühlingstag im Jahr 1998 macht sich Azita Milanian mit ihren 3 Hunden auf zum Joggen. Zum ersten Mal seit 8 Jahren entscheidet sie sich an diesem Tag dazu, eine andere Strecke als üblich zu laufen. An dem beliebten Wanderweg in den Bergen von Los Angeles, im US-Bundesstaat Kalifornien, angekommen, rennen Azitas Hunde jedoch plötzlich bellend auf ein Gebüsch zu. Als die Joggerin ihre Hunde zurückrufen will, weigern die Vierbeiner sich, ihrem Frauchen zu gehorchen. Zuerst denkt Azita, dass dort ein totes Tier liegt. Aber die seltsame Nervosität ihrer Hunde verleitet sie schließlich dazu, einmal genauer hinzuschauen.

YouTube/Toscafashion

Als sie sich der Stelle nähert, bietet sich ihr ein furchtbares Bild. Unter dem Gebüsch lugen zwei kleine Füße aus der Erde! Azita stockt der Atem. Hastig versucht sie mit ihren Händen die Erde abzutragen. Ein blaues Handtuch kommt zutage, darin eingewickelt: ein nur wenige Stunden altes Baby samt Nabelschnur. Das Neugeborene lebt noch, doch Azita muss schnell handeln und Hilfe holen.

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Sie rennt zur Straße hinunter und kann ein vorbeifahrendes Auto anhalten. Sofort macht der Fahrer sich auf den Weg zum nächsten Polizeirevier. Währenddessen kümmert sich Azita liebevoll um ihren kleinen Schützling.

„Als ich ihn im Arm hielt, griff er nach meinem Handgelenk und hörte sofort auf zu weinen. Es war ein sehr emotionaler Moment. Ich fragte mich‚ was für ein kranker Mensch zu sowas imstande sei? Er hatte ja sogar noch die Nabelschnur am Bauch“, erzählt die Joggerin betroffen.

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Der kleine Junge wird sofort ins Krankenhaus gebracht. Sein Zustand ist kritisch, jedoch gelingt es den Ärzten, das Neugeborene zu stabilisieren. Kurz nach seiner Entlassung wird der Junge adoptiert. Matthew, wie ihn seine Adoptiveltern taufen, führt fortan ein wohlbehütetes Leben, umgeben von Menschen, die ihn lieben.

Matthews Retterin versucht indessen vergeblich, Kontakt zur Adoptionsfamilie herzustellen. Die Adoptionsagentur erteilt ihr keine Auskunft über den Verbleib des Jungen. „Es war die frustrierendste Erfahrung meines Lebens. Ich hoffte inständig, dass er mich eines Tages finden werde. So, wie wir uns an diesem schicksalhaften Tag gegenseitig gefunden hatten“, sagt Azita traurig.

Als Matthews Familie ihn für alt genug hält, erzählt ihm seine Patentante, wie er als Baby aufgefunden wurde.

„Ich saß mit meiner Patentante im Auto, als sie mich fragte: 'Hat dir schon mal jemand die wahre Geschichte erzählt, wie du als Baby gefunden wurdest?' Dann erzählte sie mir alles, was passiert war. Ich war zunächst völlig geschockt. Zu Hause habe ich dann angefangen, zu recherchieren und meine Geschichte weiterzuerzählen. Ich war so dankbar darüber, das schier Unmögliche überlebt zu haben“, erzählt der heute 20-Jährige stolz.

20 Jahre nach ihrer ersten schicksalhaften Begegnung haben sich Azita und Matthew dann endlich wieder in die Arme schließen können. Ein Radiosender arrangierte das Wiedersehen der beiden in der Show "On Air With Ryan Seacrest". Hier kannst du dir das emotionale Aufeinandertreffen ansehen (auf Englisch):

Ein Video darüber, wie Matthew von Azita gefunden wurde, findest du hier (ebenfalls auf Englisch):

Matthew ist überglücklich, dass er sich bei seinem Schutzengel Azita endlich persönlich bedanken kann. Die beiden wollen in Kontakt bleiben. Die Person, die Matthew als Baby lebendig begraben hatte, konnte bis heute nicht ermittelt werden. Trotz seines schweren Starts ins Leben ist Matthew jedoch ein zielstrebiger junger Mann geworden, der mittlerweile die Universität von Arizona besucht und Journalismus studiert.

Quelle:

Bored Panda

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