Rentner beruhigt 12 Jahre jüngste Patienten im Krankenhaus.

Ein Rentner in Atlanta, im US-amerikanischen Bundesstaat Georgia, hat nach seinem Eintritt in den Ruhestand eine ungewöhnliche Beschäftigung aufgenommen: Jeden Dienstag und Donnerstag zieht es David Deutchman, so der Name des älteren Herrn, ins Krankenhaus.

Youtube/11Alive

„Einige meiner Kumpel fragen mich, was ich dort mache. Ich sage dann: 'Oh, ich halte Babys im Arm. Manchmal bekomme ich Erbrochenes ab, manchmal werde ich angepullert; es ist großartig.' Und die erwidern: 'Warum machst du so was?' Aber sie kapieren es einfach nicht, was es für ein schönes Gefühl ist, Säuglinge im Arm zu halten“, sagt David.

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Der Ruheständler, der vorher als Vizepräsident in einer Marketingabteilung tätig war, hatte sich vor zwölf Jahren eine Laufverletzung zugezogen. Als er wegen der Reha ins Krankenhaus musste, kam er unter anderem mit einigen Müttern ins Gespräch. Dabei wurde ihm klar, dass er eine stärkere Verbindung zu den Eltern und den Kindern im Krankenhaus aufbauen und dort helfen wollte.

Er begann, freiwillig in Krankenhäusern von Atlanta zu arbeiten – zuerst in der Kinderintensivstation und dann zusätzlich in der Früh­chen­sta­ti­on.

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„Es ist wundervoll, weil ich etwas Sinnvolles leisten kann. Jeden Tag, an dem ich ins Krankenhaus fahre, weiß ich vorher nicht, welchen Kindern oder Eltern ich begegnen werde, welche Probleme es gibt und wie ich helfen kann“, sagt David. „Es ist wundervoll.“

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In der Kinderstation besucht er meist Mütter, die jemand zum Reden brauchen. Er kümmert sich oft darum, dass sie unbesorgt zum Frühstück gehen können, während er auf ihr Kind aufpasst. In der Kinderstation verbringt er mehr Zeit mit den Eltern, während es in der Früh­chen­sta­ti­on umgekehrt ist.

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Die Krankenschwester Elizabeth Mittiga sagt, dass die ganze Belegschaft Davids Anwesenheit hoch schätzt: „Er ist für uns jemand Besonderes und unsere Babys finden ihn einfach wunderbar. Wir sind wirklich derart dankbar, dass er Teil der Station und ein Freund der Babys ist.“

David hat selbst zwei Töchter in ihren 50ern und zwei Enkel im Alter von 19 und 21 Jahren. Er hat nicht vor, mit der Freiwilligenarbeit aufzuhören: „Im Augenblick bin ich noch gut in Form und genieße es unglaublich. Solange es mich gibt, werde ich da sein.“

Im folgenden Video (auf Englisch) finden sich weitere Informationen zu David:

Wie vorbildhaft David bis ins hohe Alter geblieben ist! Für die Eltern und Kinder im Krankenhaus ist er ein wahrer Glücksfall.

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