Design-Wunder aus Papier: Diese 25 Leuchten sind gebastelt.

Hat man das Glück, in den Abendstunden an einem Lichthaus vorbeizugehen, fällt der Blick unweigerlich auf die schillernde Vielfalt der Lampen und Leuchten. Speziell Leuchten aus Papier sind bei den Designern in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Die sanfte Lichtdurchlässigkeit von Papier macht interessante Schattierungen möglich, außerdem lässt sich Papier beinahe unbegrenzt formen.

Leider kosten solche Designer-Leuchten gerne mal mehrere Hundert Euro. Daher haben wir einige Ideen für dich gesammelt, die du eigenständig umsetzen kannst. Für ein paar der Vorschläge benötigst du eine runde Papierleuchte (auch Japanballon genannt) als Grundlage. Diese Papierleuchten sind fast überall sehr preiswert zu haben. Darüber hinaus bedarf es freilich einer Lampenfassung, auch deren Beschaffung dürfte kein Problem darstellen. Vor allem ist jedoch die Wahl des richtigen Papiers entscheidend. Hochwertige Papiere, wie das „Elefantenhaut“-Papier, machen hier einen deutlichen Unterschied in der Wirkung. Sitzt der Lampenschirm sehr nah an der Lichtquelle, solltest du unbedingt beschichtetes Papier verwenden. Transparentpapier ist grundsätzlich beschichtet und eignet sich insbesondere, wenn mehrere Lagen übereinanderliegen sollen. Einzelheiten erklären wir dir im Folgenden. Viel Spaß beim Stöbern!

1.) Federleuchte

Keine Sorge: Für diese zauberhafte Lampe musste kein Vogel die Federn lassen. Die Federn werden aus normalem Druckerpapier ausgeschnitten und anschließend – von unten nach oben – Reihe um Reihe an einen Japanballon geklebt. In diesem Video wird dir alles ganz genau erklärt. Das Video ist zwar auf Spanisch, aber aufgrund der detaillierten Bilder ganz leicht nachzuvollziehen. 

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2.) Pappteller-Stehlampe

Bei dieser Stehlampe wurde eine gekaufte, aber langweilig aussehende Leuchte originell aufgepeppt. Dafür mussten lediglich einige Pappteller in der Mitte gefaltet und an der Faltkante mit einer Heißklebepistole an den Lampenschirm geklebt werden. 

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3.) Fransenstern

Strahlen über Strahlen – diese Leuchte fasziniert aufgrund ihres feinen Schattenspiels. Grundlage für den Lampenschirm ist erneut ein Japanballon, der wie bei der Federleuchte reihum beklebt wird. Jede Reihe liegt dabei höchstens 1 cm oberhalb der vorherigen und ist stets so versetzt, dass sich die Strahlen überlappen. Apropos „Strahlen“: Diese werden aus festem Transparentpapier geschnitten. Hierbei sollte man auf die so genannte Laufrichtung des Papiers achten, denn jedes Papier besitzt – produktionsbedingt – die Neigung, sich leicht zu krümmen. Diese Krümmung sollte an den Seiten und nicht in Längsrichtung erfolgen, damit die Strahlen später schön abstehen. Hier wird dir alles noch einmal genau erklärt.

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4.) Pappbecherkugel

Etwas weniger aufwendig ist die Pappbecherkugel. Wiederum dient als Basis ein Japanballon. Als Nächstes brauchst du ziemlich viele halbhohe Pappbecher (die gibt es ganz billig zu kaufen), die eng aneinander auf den Lampenschirm geklebt werden. Die Anleitung ist hier.

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5.) Himmel-und-Hölle-Ball

Japanballon-Verschönerung Nummer 4: Kennst du noch das Spiel „Himmel und Hölle“? Dabei wurde ein quadratisches Blatt Papier zu einem Fingerspiel gefaltet, welches man in zwei Richtungen auf- und zuklappen konnte (siehe Anleitung). Dieses Fingerspiel brauchst du nun in großer Menge. Mit Heißkleber wird immer der Mittelpunkt der Unterseite an der runden Papierleuchte befestigt – die Ecken schmiegen sich dann von selbst an. Siehe auch diese Beschreibung auf Englisch.

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6.) Himmel-und-Hölle-Schuppen

Folgende Leuchte ist schlicht eine Variante des „Himmel-und-Hölle-Balls“. Das Fingerspiel wird hierbei aus Transparentpapier gebastelt und flachgedrückt an den runden Lampenschirm geklebt.

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7.) Origami-Hängelampe

Für Menschen, welche die japanische Kunst des präzisen Faltens als Entspannungsübung schätzen, ist dieser Lampenschirm genau das Richtige. Hierfür eignen sich beschichtete Blätter Tonpapier, deren Unter- und Oberseite verschiedene Farben oder Muster haben. Eine Faltvorlage zum Ausdrucken gibt es hier.

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8.) Papierrollen-Licht

Wer weniger Übung beim Basteln (oder zwei linke Hände) hat, kann mit dieser einnehmenden Designer-Leuchte auftrumpfen. Die ist nämlich ganz simpel hergestellt – und sieht umwerfend aus. Was du dafür brauchst, sind einige Blätter weißes DIN-A4-Papier (ca. 130 g/m2), ein Lineal sowie ein Cuttermesser. An den Ecken des Papiers werden nun links und rechts kleine Schnitte gemacht, sodass es sich einrollen und festhaken lässt. Alle einzelnen Papierrollen werden nun wiederum miteinander verhakt – und fertig ist der Lampenschirm. Klingt kompliziert? Wenn du das Video angeschaut hast, verstehst du es.

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9.) Ammonit

Zur Zeit der Dinosaurier bevölkerten sie zu Millionen die Meere: eindrucksvolle Kopffüßer mit spiralförmigen Gehäusen. Aufgrund ihrer Häufigkeit sind sie heutzutage als Versteinerungen sehr beliebt – und als Inspiration für Einrichtungsgestalter. Für diese Leuchte brauchst du erneut lediglich Papier, Lineal und Cuttermesser. Aus dem Papier werden zwei unterschiedlich große Dreiecke ausgeschnitten, in welche daraufhin mit dem Cuttermesser Streifen gezogen werden. Legt man nun die Spitzen des Dreiecks zusammen, ist die Lampe im Prinzip schon fertig (eine Lampenfassung fehlt selbstverständlich noch). Siehe auch die Anleitung als Video.

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10.) Wirbelball

Diese Hängeleuchte verdreht jedem den Kopf. Dafür solltest du dir festes, beschichtetes Papier zulegen, aus welchem du die geschwungene Grundform mehrmals ausschneidest. Die einzelnen Teile werden anschließend lediglich ineinandergesteckt. Im Video kannst du sehen, wie leicht das geht.

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11.) Risskanten

Die Wirkung von Papierleuchten hängt stark vom Material ab. Das gilt besonders für diesen Lampenschirm. Eine alte Deckenleuchte wurde hierfür bis auf das Drahtgerippe „ausgezogen“ und mit einem schönen, matt schimmernden Papier bespannt. Zwei kleinere Drahtringe werden innerhalb des Lampenschirms angebracht und mit braunem Papier bezogen, welches einen hohen Holzanteil besitzt. Zuletzt reißt man die Unterkanten aller drei Schirme vorsichtig so aus, dass die jeweils dahinterliegende Schicht unten herausragt. 

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12.) Hängende Raupe

Für dieses aparte Designerstück benötigst du eine Lampenfassung, einen stabilen Draht sowie weißes Tonpapier. Der Draht wird zu einem Halbmond geformt und an der Lampenfassung befestigt. Das Tonpapier wird in 8 längliche Dreiecke geschnitten, wobei jedes Dreieck immer 4 cm länger ist als das vorherige. An den dünnen Enden werden die Papierecken so eingeschnitten, dass sie sich in Form einer Schlaufe zusammenstecken lassen. Anschließend müssen die Schlaufen lediglich der Größe nach an dem gebogenen Draht aufgereiht und mit Heißkleber fixiert werden.

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13.) Schmetterlingsschwarm

Ein fröhliches Flattern sorgt für sommerliche Leichtigkeit im Wohnbereich. Aus dem Lampenschirm werden bei dieser Dekorationsidee Schmetterlinge ausgestanzt (entsprechende Locher kann man kaufen). Die herausgelösten Schmetterlinge werden in der Mitte vorsichtig geknickt, damit ihre Flügel leicht nach oben zeigen. Mit durchsichtigen Elastikschnüren werden die Falter nun so am Drahtgerüst der Leuchte befestigt, dass sie unter dem Schirm wild herumzutollen scheinen.

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14.) Origamiball

Ist dieser Lampenschirm tatsächlich nur aus einem Stück Papier? Ja, das ist er. Die Leuchte mit ihrem symmetrischen Zickzackmuster begeistert dabei durch ihren zeitlosen Stil. Eine Anleitung findest du in diesem Video.

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15.) Blumenwiese 

Ein weiteres Ausstanz-Projekt. Diesmal nicht mit Schmetterlingen, sondern mit Blumen (auch hierfür gibt es preiswerte Locher). Darüber hinaus brauchst du einen Japanballon, Transparentpapier und Heißkleber. Die Blumen werden aus dem Transparentpapier ausgestanzt und mit Heißkleber an dem Japanballon fixiert. Eine englische Erläuterung der Arbeitsschritte gibt es auch, die Blumenwiesenleuchte ist aber eigentlich nicht wirklich kompliziert. 

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16.) Flechtkorb

Ein Teelicht der besonderen Art stellt dieses aus Papierstreifen gewobene Exemplar dar. Die Anleitung für solche Flechtkörbe kannst du dir gut für andere Vorhaben merken!

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17.) Spiralen-Leuchte

Im Laden kosten diese Spiralen-Leuchten über 500 Euro das Stück. Zugegeben: Dort sind sie aus Milchglas und nicht aus Papier. Aber mit einem ordentlichen Elefantenpapier bekommt man dieselbe Wirkung hin. Du nimmst einfach 2 Pappbecher und klebst sie mit der Öffnung aufeinander. Dann nimmst du Papierstreifen zur Hand, die ungefähr um ein Drittel länger sind als die zusammengeklebten Pappbecher. Die Papierstreifen ordnest du in gleichmäßigen Abständen um die Becher herum an. Auch für diese Leuchte gibt es ein Video. 

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18.) Paradiesvogel

Diese extravagante Leuchte besteht im Grunde aus einem großen Stück festem Transparentpapier. In das Papier werden links und rechts längliche Fransen geschnitten, die nach oben hin immer kürzer werden, bis das alles nach Flügeln aussieht. Mit einem Draht werden die Flügel dann an der Lampenfassung befestigt. Da man bei dieser Leuchte das richtige Gespür für die Form benötigt, ist sie etwas für echte Bastelprofis – oder für geschickte Friseure!

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19.) Rosenstrauß

Deutlich einfacher, aber nicht minder schön, ist dieser Rosenlampenschirm. Der besteht aus 24 Pappbechern. Aus den 24 Pappbechern werden 12 Rosen geformt (wie das geht, erfährst du in diesem Video), die 12 Rosen werden wiederum zu einem runden Ball zusammengeklebt. Das Formen der Rosen ist ziemlich zeitaufwändig, aber es lohnt sich.

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20.) Blumenranke

Die 20. Leuchte in unserer Galerie ist die siebte, die auf einem Japanballon basiert. Bei dieser Variante werden aus Papier Blumen gebastelt und in Form einer geschwungenen Ranke auf dem Lampenschirm platziert. Diese Leuchte lässt viel Freiraum für eigene Einfälle. Wer dennoch eine Anleitung möchte, kann sich hier die Arbeitsschritte im Einzelnen ansehen.

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21.) Leuchtendes Buch

Bücher gelten vielen als Kulturgut. Doch wenn man ganz ehrlich ist: Nicht jedes Buch ist einen Platz im Regal wert. Besitzt man ein Exemplar, bei welchem lediglich das Papier zu schade für die Mülltonne ist, dann kann man daraus eine wundervolle Wandleuchte kreieren. Aus dem Buchrücken wird ein ungefähr 7 cm tiefes Stück herausgesägt (dafür eignet sich eine Laubsäge). In dieser Aussparung befestigt man die Lampenfassung. An der gegenüberliegenden Seite wird nun oben und unten je ein Loch durch Einband und Seiten gebohrt. Durch diese Löcher werden nun Schnüre gezogen, welche verhindern sollen, dass die Seiten im aufgeklappten Zustand herumflattern. Zu guter Letzt muss das Buch lediglich aufgeschlagen und an der Wand befestigt werden. Hier kannst du die Arbeitsschritte anhand von Bildern nachverfolgen.

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22.) Tiefseefische

Kirigami nennt man die Spielart der japanischen Bastelkunst, die nicht nur das Falten, sondern auch das Schneiden von Papier erlaubt. Folgende Tiefseefisch-Leuchte ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, zu welchen Ergebnissen man mit dieser Handwerkstechnik kommen kann. Für einen ersten Einstieg bietet sich diese Einführung in das Basteln von Koi-Karpfen an.

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23.) Flauschiger Schneeball

Wie viele Japanballons wurden hier bereits verschönert? Jetzt kommt auf jeden Fall der letzte. Für den wuschelig-weichen Effekt wurden unzählige Filterkörbchen dicht an dicht geklebt. Wie genau das funktioniert, erfährst du hier. 

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24.) Bunte Dreiecke

Das vorletzte Beispiel unserer Reihe besticht durch leuchtende Farben und eine klare Formensprache. Mit Cuttermesser und Lineal schneidest du Dreiecke in den unterschiedlichsten Größen aus 2 Blatt buntem Papier. Die 2 Papierblätter werden nun zu Tüten gerollt, mit Klebstoff fixiert und ineinandergesteckt. Fertig ist ein origineller Blickfänger (Video-Anleitung).

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25.) Verschachteltes Licht

Das Beste kommt zum Schluss? Nun ja, zumindest braucht sich diese Leuchte auch vor niemandem zu verstecken. 5 Streifen aus dunklem Tonpapier knickst du in gleichmäßige Quadrate, welche du daraufhin auf jeder Seite mittig anschneidest. Die Quadrate lassen sich nun versetzt ineinanderstecken. Im obersten Quadrat wird aus demselben Tonpapier eine Halterung für die Lampenfassung montiert. Das kannst du ebenfalls im Video exakt nachvollziehen.

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Wie du siehst, gibt es unzählige Möglichkeiten, aus Papier eindrucksvolle Leuchten zu gestalten. „Und wie putzt man die?“, würde meine Mutter sofort fragen. Ganz einfach: mit einem Staubwedel oder mit einem Föhn. „Und gehen die nicht sofort wieder kaputt?“, fragt meine Mutter weiter. Nein, nicht wenn man ordentliches Bastelpapier verwendet hat. Das größte Problem ist, dass Papier beim Schneiden und Falten keine Fehler verzeiht. Bei komplizierten Exemplaren solltest du daher zunächst mit gewöhnlichem Kopierpapier üben, bevor du dich an dein Projekt heranwagst. Aber dann gibt es keine Entschuldigung mehr, weiterhin langweilige Standardlampenschirme in seinem Wohnzimmer hängen zu haben. Die Papierleuchten sehen nämlich nicht nur gut aus, sondern tauchen deine gesamte Wohnung in ein neues Licht. Ein wahres Highlight eben. Teile diesen Artikel daher mit allen Design-Verliebten und kreativen Bastel-Fanatikern, die du kennst! 

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