Notruf eines Teenagers, nachdem ihn ein Zug überfahren hat.

Jacob Ohl ist ein ganz normaler Teenager. Der 17-jährige Schüler liebt es, draußen spazieren zu gehen und sich mit seinen Freunden zu treffen. Außerdem ist er besessen von Musik. Er spielt in einer Band und hört unentwegt seine Lieblingssongs. So auch an diesem verhängnisvollen Tag, als er mit Kopfhörern im Ohr in der Nähe seiner Heimatstadt Atlanta (USA) auf den Schienen läuft und balanciert.

Facebook/Redd Fern Cook

Er ist so vertieft in die Musik, dass er nicht hört, wie sich von hinten ein Zug nähert. Als er die Vibrationen bemerkt, ist es zu spät. Jacob versucht zwar, zur Seite zu springen, doch der tonnenschwere Zug erwischt ihn und trennt Jacobs Beine ab.  

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Jacob steht unter Schock und kann die Situation kaum begreifen. Aber genau das rettet ihm das Leben. Denn anstatt in Panik zu verfallen, schafft Jacob es, den Notruf zu wählen. Während die meisten wohl kopflos wären und vor Schmerzen schreien würden, bleibt Jacob völlig ruhig.

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Er erklärt der Frau am anderen Ende der Leitung, dass er von einem Zug erwischt wurde und seine Beine verletzt sind. Als die Frau ihn fragt, ob sie gebrochen seien, antwortet der Jugendliche völlig entspannt: „Nein, ich glaube, sie sind abgetrennt.“ Dann erklärt er, wie es zu dem Unfall gekommen ist und wo er sich befindet. Das ermöglicht es den Einsatzkräften, schnell bei ihm zu sein und ihn zu retten, wenngleich er beide Beine unterhalb der Knie verliert.

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Dennoch bleibt sein Optimismus ungebrochen. Seine Mutter Fern ist beeindruckt, wie tapfer ihr Sohn die Situation akzeptiert. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut, selbst wenn jetzt ein langer Weg zur Genesung auf ihn wartet. Und auch, wenn er Glück hatte, überhaupt am Leben zu sein, wird er die nächste Zeit im Rollstuhl verbringen. Gleichzeitig hofft er, eines Tages Prothesen zu bekommen, die es ihm erlauben werden, irgendwann wieder zu laufen. Immerhin kann der beliebte Schüler auf seine Freunde und Mitschüler zählen, die ihn immer wieder besuchen und ihm beistehen. Und Jacob denkt nicht nur an sich, er hat eine wichtige Botschaft: „Wenn ihr in der Nähe von Gleisen seid, bleibt aufmerksam! Hört keine Musik und seid nicht abgelenkt! Am besten treibt ihr euch gar nicht in der Nähe von Gleisen herum – ihr seht ja, was passieren kann!“

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Um die Behandlungskosten zu stemmen, hat seine Familie eine Spendenseite eingerichtet. Menschen aus der ganzen Welt beteiligen sich, spenden und sprechen dem Jugendlichen Mut zu. Jacobs Fall zeigt zwei Dinge deutlich: Zum Einen, dass man immer aufmerksam sein muss und sich nicht durch Musik, das Handy oder ähnliches ablenken lassen darf! Auch wenn man glaubt, alles unter Kontrolle zu haben, kann diese Ablenkung leicht gefährlich werden. Außerdem zeigt es, wie gefährlich Gleise sind. Es gilt, immer die höchste Vorsicht walten zu lassen und am besten natürlich respektvollen Abstand von ihnen zu halten, egal, ob am Bahnhof oder auf freier Strecke. Jacob musste das auf die schrecklichste Art lernen.

Diese Warnung gilt für jeden: Gleise sind kein Spazierweg! Unfälle sind so schnell passiert und so leicht verhindert! Daher gilt in der Nähe von Zügen - und überall sonst: Augen und Ohren auf. Das Handy darf nicht die Hauptrolle spielen.

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