92-Jährige bekämpft Krankheit, um Ur-Ur-Enkelin kennenzulernen.

Jean Roper ist stolze 92 Jahre alt und seit 75 Jahren mit ihrem Mann verheiratet. Sie eine gottesfürchtige Frau, die jeden Sonntag in die Kirche geht. Die Ehe der beiden hatte Höhen und Tiefen, wobei die glücklichen Momente immer überwogen.

Dennoch schien sich das Glück eines Tages gegen das Paar zu wenden. Als Jean immer wieder über Bauchschmerzen klagte, ließ sie sich in ein Krankenhaus einliefern. Dort mussten die Ärzte mit Schrecken feststellen, dass die Niere der alten Dame nicht mehr richtig arbeitete.

Aufgrund ihrer schlechten Vitalwerte prognostizierten die Ärzte, dass die geistig noch fitte Jean nur noch drei Wochen zu leben habe. Diese Schocknachricht stellte die Welt des Paares auf den Kopf und auch ihre drei Söhne konnten nicht glauben, dass ihre Mutter bald von ihnen gehen sollte. Eine von Jeans Urenkelinnen erwartete gerade ein Kind und wollte, dass ihre Uroma noch so viel wie möglich von der Schwangerschaft mitbekam. Also zog sie ihre Konsequenzen aus der Situation.

Sie kündigte ihren Job, um sich um die geliebte Großmutter zu kümmern und sich von ihr verabschieden zu können. Jean war überwältigt von dieser Tat, die ihre Urenkelin aus Liebe zu ihr getroffen hatte. Sie versprach im Gegenzug, dass sie lange genug leben würde, um ihre Ururenkelin kennenzulernen. Jean war zwar sehr schwach und konnte nur im Bett liegen, aber sie bewies jeden Tag, dass sie eine Kämpferin war.

Und es lohnte sich! Denn sie erlebte tatsächlich, wie in der 36. Schwangerschaftswoche die kleine Magnolia Jean geboren wurde. Die stolze Jean konnte so ihr Versprechen wirklich halten. Besonders gerührt war sie davon, dass ihre Ururenkelin und sie Namensvetterinnen waren.

Aber mit der Geburt der Kleinen endete die Geschichte um die 92-Jährige nicht: Denn seit ihre Ururenkelin auf der Welt ist, hat Jean eine „Drehung um 180 Grad“ gemacht. Sie hat ihr Bett verlassen und kümmert sich um ihren halb blinden Mann und den Haushalt. Es scheint, als habe die kleine Magnolia ihr neue Lebenskraft gegeben.

Mittlerweile sind schon neun Wochen seit der Horror-Diagnose der Ärzte vergangen und Jean fühlt sich überhaupt nicht mehr krank. Vor ein paar Tagen haben ihr Mann und sie sogar ihren 75. Hochzeitstag gefeiert. Beide hatten sich herausgeputzt und ein gemeinsames Festmahl eingenommen.

An jenem besonderen Tag wurden sie von Kayla, einer ihrer Urenkelinnen, mit der Kamera begleitet. „Ich bin so froh, dass ich diese wahre Liebe einfangen konnte. So eine tiefgehende Liebe wünsche ich mir auch für meinen Mann und mich. Ich möchte, dass jeder diese Bilder sieht und erkennt, dass wahre Liebe real ist“, berichtete sie gerührt von dem Fotoshooting mit ihren Urgroßeltern.

Jean und ihr Mann können heute aber nicht nur auf Jahrzehnte einer glücklichen Ehe zurückblicken, sondern auch auf eine wunderschöne und große Familie. Jean und ihr Mann haben drei Söhne, drei Enkel, sieben Urenkel und bald 12 Ururenkel, die sie alle abgöttisch lieben.

Unglaublich, was die Liebe alles ausrichten kann. Die Liebe zu ihrer neugeborenen Ururenkelin hat Jean im wahrsten Sinne des Wortes gerettet. Es sei ihr gegönnt, dass sie noch etwas Zeit mit ihrer großen Familie genießen kann.

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