7-Jährige wegen „unweiblichem“ Berufswunsch gemobbt – Vater verteidigt.

Für die 7-jährige Mia Hosking gibt es nichts Größeres als Autos. Von Kindesbeinen an fühlt sie sich am wohlsten zwischen Radkappen und Motoröl in der Garage ihres Vaters. Sie hilft Papa David, alte Schrottkarren wieder fit zu machen, um damit an Rennen teilzunehmen. Für die kleine Britin aus Plymouth steht ganz klar fest: Sie möchte später einmal in die Fußstapfen ihres Vaters treten, selbst Mechanikerin werden und ebenfalls Rennen fahren. Doch es braucht nur einen Satz, um den Traum der Schülerin wie eine Seifenblase zerplatzen zu lassen.

Völlig am Boden zerstört kommt die 7-Jährige eines Tages von der Schule nach Hause und erzählt ihrem Papa mit todernster Miene, sie könne nun doch nicht Mechanikerin werden. Der Grund: Einige Schulkameraden hätten gesagt, das ginge nicht – weil sie ein Mädchen sei.

David Hosking ist erschüttert darüber, was Gleichaltrige seiner kleinen Tochter eingeredet haben. Seinen Sonnenschein so traurig zu sehen, bricht ihm das Herz. Er wendet sich an die Facebook-Gemeinde, um Mia vom Gegenteil zu überzeugen: „Ich brauche eure Hilfe: Meiner 7-jährigen Prinzessin wurde gesagt, sie könne nicht die Karriere einschlagen, die sie möchte, weil sie ein Mädchen sei! Bitte markiert alle Mechanikerinnen und Rennfahrerinnen, sodass Mia sehen kann, dass sie werden kann, was sie will und das Geschlecht dabei keine Rolle spielt.“

Dutzende von Frauen lassen sich nicht zweimal bitten! „Das wurde mir vor 20 Jahren ebenfalls gesagt, als ich im selben Alter war. Mittlerweile fahre ich Stockcar-Rennen und bin Ingenieurin“, meldet sich eine Userin zu Wort. „Ich dachte, solche Kommentare wären in den 70ern ausgestorben! Das ist eine Schande. Lass dir nichts einreden“, erbost sich eine andere. 

„Das hat vermutlich ein kleiner Bengel behauptet, der nichts von Autos weiß, außer aus Videospielen. Überzeuge sie vom Gegenteil! Ich bin die einzige Frau in meinem Mechaniker-Kurs. Du wirst das großartig machen“, ist sich eine weitere Kommentatorin sicher. Auch ein Teenager ermutigt das Mädchen: „Mir hat man dieselben Dinge gesagt, ich bin 15 Jahre alt und verdiene schon mein Geld als Mechanikerin eines Rennteams.“

Als David der 7-Jährigen all die Nachrichten und Bilder der Frauen zeigt, ist das Mädchen ganz aus dem Häuschen. Es gibt so viele weibliche Vorbilder, zu denen sie aufschauen kann! Diese Frauen haben allen Widrigkeiten getrotzt und sich von nichts abhalten lassen, ihren Weg zu gehen. „Ich sage ihr immer, wenn sie einen Traum hat und hart dafür arbeitet, kann sie alles erreichen“, so der stolze Papa. Jetzt wo Mia weiß, wie viele es schon vor ihr geschafft haben, glaubt sie ihm das auch. 

Selbst im Jahr 2018 gibt es noch komplett festgefahrene Meinungen dazu, was Frauen können und dürfen. Besonders traurig ist es, wenn junge Mädchen dadurch so beeinflusst werden, dass sie ihren eigenen Fähigkeiten nicht mehr trauen – vor allem, wenn es an Vorbildern mangelt. Die kleine Mia lässt sich dadurch aber nicht mehr einschüchtern!

Quelle:

Mirror

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