Mädchen fast gestorben, weil Ärzte Popcorn ignorierten.

Cheree Lawrence aus dem australischen Brisbane durchlebte vor wenigen Wochen einen Albtraum, der fast zum Tod ihrer jüngsten Tochter geführt hätte. Auf Cherees Internetseite „Oh so busy mum“ (auf Deutsch etwa: die ach so beschäftigte Mutter) beschreibt sie, was geschah. Ihre Geschichte soll eine Warnung an alle Eltern sein, die ihren Kleinkindern Popcorn zum Naschen geben:

 
 
 
 
 
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„Alles begann vor einigen Wochen. Meine 3-jährige Tochter saß fröhlich im Sessel und aß Popcorn aus einem Schälchen. Dann hustete und würgte sie ein wenig. Ich machte mir daraus zunächst nicht viel und ließ sie einen Schluck Wasser trinken. Innerhalb von Minuten fing sie aber wieder zu husten und zu keuchen an.

Wir behielten sie von da an im Auge. Bereits nach dreißig Minuten keuchte sie immer stärker, weshalb wir sie in die Notaufnahme brachten. Dort angekommen, wurde ihr Keuchen immer schlimmer. So schlimm, dass ich Angst bekam. Eine Weile gab sie sogar krankhafte Atemgeräusche von sich.

Sie wurde schnellstmöglich in einen Schockraum gebracht, wo Ärzte und Schwestern nach einer Ursache dieser Husten- und Keuchanfälle suchten. Ich erzählte ihnen, dass meine Kleine wohl etwas Popcorn verschluckt hatte und was danach geschah.

 
 
 
 
 
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Sie gaben ihr Steroide, Adrenalin und Salbutamol. Ich wiederholte die Sache mit dem Popcorn, doch die Ärzte und Schwestern gingen nicht darauf ein. Sie meinten, dass das damit wahrscheinlich nichts zu tun haben könne, weil sie auf die Medikamente anspricht.

Sie verließ die Notaufnahme, nachdem sie drei Stunden ohne weiteres Salbutamol ausgekommen war – das hatte die ganze Nacht gedauert. Am nächsten Tag durfte meine Tochter das Krankenhaus verlassen. Diagnose: 'plötzlicher Ausbruch von Asthma'.

Obwohl ich es nicht glauben konnte, nahm ich es hin. Immerhin stimmte jeder Arzt zu, dass das Popcorn diese Anfälle mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ausgelöst habe, weil sie auf die Behandlung mit Salbutamol angesprochen habe.

Es vergingen ein paar Tage, dann begann der Schrecken von Neuem. Sie hatte wieder diese schlimmen Keuchanfälle und Atemprobleme. Wir brachten sie wieder zurück in die Notaufnahme, wo sie diesmal von einem anderen Arzt untersucht wurde. Wieder hieß es, dass es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht am Popcorn liege, weil die Behandlung mit Salbutamol eine positive Wirkung zeige.

Ich fragte nach, ob wir sie nicht röntgen können, um das Popcorn mit Sicherheit auszuschließen. Mir wurde gesagt, dass man Popcorn grundsätzlich nicht auf Röntgenaufnahmen sehen könne. Also wäre es von vornherein sinnlos.

Der Arzt versicherte mir, dass Popcorn harmlos sei. Er holte die Meinung eines etwas erfahreneren Arztes ein. Auch der stimmte zu. Wieder wurde sie mit Salbutamol behandelt. Wieder wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen. Dieses Mal sollten wir einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt besuchen.

Auch nach zwei Wochen hatte sie weiterhin diese Atemnot. Außerdem schien sie dauernd zu keuchen. Und wieder brachte ich sie in die Notaufnahme und wieder bekam sie dieselbe Behandlung.

 
 
 
 
 
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Drei Wochen nach dem Popcorn-Unfall konnte ich nicht mehr mitansehen, wie sich meine Kleine quälte. Sie konnte weder laufen noch schwimmen oder spielen, weil sie dann Atembeschwerden bekam. Aber jedes Mal, wenn ich sie in die Notaufnahme brachte, gab es das gleiche Spiel.

Zur Erinnerung: Meine Tochter war vor wenigen Wochen noch völlig gesund. Sie hatte kein Asthma oder sonstige Beschwerden. Mir war klar, dass das nicht normal sein konnte. Ich ging zu meinem Hausarzt, der höchst beunruhigt war, nachdem er meine Kleine hatte husten hören. Er ließ sie sofort röntgen.

Die Aufnahmen zeigten, dass ihre Lunge entzündet war. Mein Hausarzt rief sofort einen Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde an, der meine Tochter untersuchen sollte. In der Zwischenzeit wurden ihr wieder die üblichen Medikamente verabreicht.

Erst nach einer Woche untersuchte sie der Facharzt. Nachdem er ihren Brustkorb abgehorcht und sich die Röntgenaufnahmen angeschaut hatte, schickte er uns sofort zurück in die Notaufnahme.

Er schrieb außerdem einen ernsten Brief an seine Kollegen im Krankenhaus und verlangte, meine Tochter endlich zu behandeln und die Beschwerden gründlich zu untersuchen. Noch an jenem Nachmittag wurde sie notoperiert, um ihr ein Stück Popcorn zu entfernen, das sie vor fünf Wochen in die Lunge bekommen hatte. Aber es war schon zu spät, der Schaden war angerichtet.

 
 
 
 
 
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Das Popcornstück hat ihre Lungen geschädigt, weil es dort über fünf Wochen saß und langsam in mehrere Stücke zerfiel. Ich möchte gar nicht daran denken, was geschehen wäre, wenn ich sie nicht zu meinem Hausarzt gebracht hätte.

Und all das nur, weil ich mein Bauchgefühl missachtet und den Ärzten vertraut habe – wer glaubt denn, dass so viele von ihnen falschliegen können? Das hätte meine Tochter fast das Leben gekostet.“

Da hatte Cherees Tochter noch einmal Glück im Unglück. Diese Geschichte zeigt, dass man das eigene Bauchgefühl nicht unterschätzen sollte und wie gefährlich Popcorn für Kleinkinder sein kann. Hoffentlich erholt sich das kleine Mädchen gut!

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