Eltern schicken jedes Jahr verrückte Fotos an Verwandte.

Weihnachten steht wieder vor der Tür. Das bedeutet, dass sich weltweit unzählige Menschen hübsch dekorierte Tannenbäume ins Wohnzimmer stellen und überlegen, welche Geschenke sie dieses Jahr ihren Liebsten machen könnten. Trotz vieler Gemeinsamkeiten wird das besinnliche Fest in jedem Land jedoch ein wenig anders begangen.

So ist es in den Vereinigten Staaten beispielsweise ein beliebter Brauch, der Verwandtschaft jedes Jahr aufs Neue zu Weihnachten Grußkarten zu schicken, die mit einem Familienfoto versehen sind. Meist sieht man darauf nur die Eltern und Kinder, die in weihnachtlicher Kleidung brav vor dem Christbaum oder im winterlichen Garten posieren. Auch bei der jungen Familie Stanley aus dem US-Bundesstaat North Carolina war das zunächst nicht anders:

reddit/u/kakalacky_guy

„Als wir das erste Mal für Weihnachten ein richtiges Familienfoto machen wollten, ging alles mächtig schief. Wir waren erst vor Kurzem Eltern eines Sohnes geworden und nichts klappte: Das Baby schrie die ganze Zeit, es war windig und die Lichtverhältnisse änderten sich ständig. Alles, was man sich vorstellen kann, ging daneben“, erzählt Jonathan Stanley.

Die Fotos waren zwar schlecht, aber auf ihre chaotische Weise wirklich witzig. Jonathan und seine Frau trafen daher die Entscheidung, es dabei zu belassen und diese Fotos zu verschicken. Das wurde ein voller Erfolg:

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„Unsere Freunde und Verwandten liebten es. Danach ist es zu einer Art Tradition geworden. Anstatt perfekte Familienfotos zu verschicken, zeigen unsere Bilder eher das Durcheinander einer jungen Familie und die Schwierigkeiten, die mit der Kindererziehung verbunden sind“, erklärt Jonathan.

Seit 2014 denkt sich das Paar jedes Jahr bewusst verrückte Bildmotive aus, die das Familienleben in überzeichneter Form darstellen. Obwohl die Fotos chaotisch wirken, ist es natürlich viel schwieriger, sie zu arrangieren:

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„Die größte Herausforderung ist es, die Kinder in die richtige Position zu bekommen – vor allem, wenn sie noch ganz jung sind. Wir versuchten es mit vielen Tricks. Beispielsweise haben wir kleine Glöckchen an einer Stange befestigt, um die Blicke der Kleinen zu lenken“, sagt Jonathan.

Der junge Familienvater legt viel Wert auf Realismus und versucht daher, mit nur wenig Bildbearbeitung auszukommen: „Heutzutage erkennen vielen Menschen ohne große Mühe, wenn an ein Foto im Nachhinein Hand angelegt wurde.“

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Mittlerweile haben die Stanleys drei Kinder: zwei Buben und ein Mädchen. Alle machen jedesmal begeistert mit, wenn ein neues Familienfoto für Weihnachten ansteht. Das ist auch gut so, denn ein Zurück zu traditionellen Bildmotiven gibt es nicht mehr: „Unsere Freunde und Familie wären dann sehr enttäuscht“, erklärt Jonathan.

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Wie schön, dass diese wirklich nette Tradition entstanden ist, die offenbar für viel Heiterkeit sorgt. Hoffentlich bleibt die kleine Familie weiterhin dabei und verschickt noch viele witzige Familienfotos. Schönere Weihnachtsgrüße gibt es kaum!

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