10 Inseln mit verrückten Geschichten.

Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, den Alltag hinter sich zu lassen und auf einer einsamen Insel in Frieden zu leben – wenigstens für eine Weile? Die Auswahl ist groß, aber Vorsicht bei der Besichtigung des neuen Zuhauses! Manche der schönen Fleckchen Land inmitten des weiten Meeres verbergen unangenehme Überraschungen oder auch eine unheimliche Vergangenheit.

1.) Die 33 Kilometer südlich vor der brasilianischen Küste gelegene Insel Queimada Grande trägt ihren Spitznamen „Schlangeninsel“ zu Recht. Auf der 43 Hektar großen Insel leben so viele Schlangen, dass auf jedem Quadratmeter im Durchschnitt eine Schlange herumkriecht. Sie ist der Platz mit der höchsten Giftschlangendichte weltweit. Nachdem innerhalb kurzer Zeit drei Leuchtturmwärter der Insel an Schlangenbissen gestorben waren, zog man Konsequenzen und baute den Leuchtturm zum Automatikbetrieb um. Seit 1984 steht die Schlangeninsel unter Naturschutz und darf nur noch von Schlangenforschern betreten werden – und diese sind gut beraten, hohe, dicke Stiefel zu tragen.

2.) Fort Carroll ist eine künstliche Insel inmitten des Patapsco-Flusses in Maryland (USA), die Mitte des 19. Jahrhunderts zu militärischen Verteidigungszwecken gebaut wurde. Heute ist die eckige Insel verlassen und mit Pflanzen überwuchert.

3.) Die Diavik-Diamantenmine liegt auf einer nur 20 Quadratkilometer großen Insel im See namens Lac de Gras, 300 Kilometer nördlich der kanadischen Stadt Yellowknife. Die Diamantenförderung hat in dem Eiland riesige, trichterförmige Vertiefungen hinterlassen.

4.) Die Inselgruppe Sokotra im Indischen Ozean war so lange von menschlichem Einfluss unberührt, dass sich dort Pflanzen halten konnten, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt, wie zum Beispiel der Drachenblutbaum, der aussieht wie ein natürlich gewachsener Regenschirm.

5.) Le Morne Brabant ist eine paradiesische Halbinsel im Südwesten von Mauritius. Aus der Luft betrachtet, kreieren die Sandformationen um die Insel herum eine optische Täuschung, die es aussehen lässt, als würde hier unter der Oberfläche ein tiefer Wasserfall hinabrauschen.

6.) Die Shengsi-Inseln liegen südlich der Mündung des Jangtze im ostchinesischen Meer. Auf Gouqi, einer der Inseln, findet man das verlassene Fischerdorf Houtouwan, dessen Häuser völlig von der Natur zurückerobert wurden – ihre grüne Pracht ist wunderschön und ein bisschen unheimlich zugleich.

7.) Die Bouvetinsel ist eine unbewohnte Vulkaninsel, 2.500 Kilometer südwestlich des Kaps der Guten Hoffnung. Sie ist das wohl am schwersten zu erreichende, unwirtlichste Fleckchen Erde der Welt, hat keinen natürlichen Hafen und ist selbst für ihre Gegend extrem kalt und windig. Hier fühlen sich höchstens Pinguine wohl.

8.) Die Clipperton-Insel im Pazifischen Ozean ist nur ein winziges Korallenatoll von gerade einmal 6 Quadratkilometern Größe. Es wurde seit Ende des 19. Jahrhunderts nur benutzt, um dort Guano abzubauen. Während der mexikanischen Revolution geriet eine kleine Garnison mit ihren Familien dort in Vergessenheit. Es überlebten nur wenige Frauen und Kinder und, als einziger Mann, der Leuchtturmwärter. Dieser vergewaltigte und misshandelte die Frauen zwei Jahre lang, bis eine von ihnen ihn im Juli 1917 mit einem Hammer erschlug.

9.) Die Ernst-Thälmann-Insel ist ein winziges Eiland 25 Kilometer westlich der kubanischen Schweinebucht. Im Jahr 1972 erhielt Fidel Castro Besuch von Erich Honecker. Bei dieser Gelegenheit machte Castro die kleine Insel der Deutschen Demokratischen Republik – rein symbolisch – zum Geschenk und benannte sie nach Ernst Thälmann. Seit dem Fall der innerdeutschen Grenze hält sich daher hartnäckig das Gerücht, dass das 7 Quadratkilometer kleine Fleckchen Erde der letzte existierende Teil der DDR sein soll.

10.) Das Palmyra-Atoll liegt etwa 1.650 Kilometer südwestlich von Hawaii im Pazifischen Ozean. Die von Menschen unbewohnte, dicht mit Regenwald bewachsene Insel bietet einer reichen Flora und Fauna Lebensraum. Doch das scheinbare Paradies hat einen bösen Ruf. An den Riffen, die es umgeben, sind schon viele Schiffe zerschellt, wie auch Ende des 19. Jahrhunderts das Schiff „Angel“, dessen Besatzung sich vorerst an Land retten konnte, aber nur noch tot geborgen werden konnte – alle von ihnen waren offenbar ermordet worden. Der bekannteste unheimliche Vorfall auf der Insel ist jedoch der 1974 begangene Mord an Eleanor Graham und das Verschwinden ihres Ehemanns Malcolm. Das Paar hatte sich das Palmyra-Atoll als zurückgezogenes Privatparadies ausgesucht. Duane Walker, ein herumreisender Krimineller, wurde des Mordes an Eleanor überführt, aber von Malcolm fehlt bis heute jede Spur.

Manche sind gruselig, manche sind unwirtlich, manche blicken einfach auf eine schräge Geschichte zurück. Aber alle sind sie deutlich mehr als nur ein Stückchen Land im großen Meer.

Quelle:

Brightside

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