Modegeschäft teilt Brief über Mütter, der es in sich hat.

Am 12. Mai war Muttertag. Wie jedes Jahr haben unzählige Mütter von ihren Kindern Geschenke bekommen – zum Beispiel Blumen, Pralinen oder ein Gedicht. Darüber hinaus ehren heutzutage viele Menschen über die sozialen Netzwerke nicht nur die eigene Mutter, sondern alle Mamas insgesamt.

Unter den zahlreichen üblichen Worten des Lobes fand sich jedoch auch eine ganz besondere Würdigung. Das französische Modegeschäft „Odette et Lulu“ hat auf Facebook einen Brief geteilt, der es in sich hat. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Ehrungen, die oft ein Idealbild zeichnen, das kaum eine Frau erreicht, beschönigt dieser Text nichts, sondern spricht auf eine witzige und einfühlsame Weise auch die „Schwächen“ vieler Mütter an:

„Du, liebe Mutti: Du hast dein Kind schon einmal mit nur einem kleinen Klecks Paracetamol in die Kita gebracht, obwohl es 38,5 °C Fieber hatte. Du hast ihm schon einmal einfach ein Happy Meal gekauft, anstatt ihm etwas Gutes zu kochen. Du hast deinem Kind schon zweimal hintereinander dieselben Socken angezogen, weil Babyfüßchen noch nicht müffeln.

Du hast schon einmal Krokodilstränen geweint, weil ihm jemand die Haare geschnitten hat, ohne dich nach deiner Meinung zu fragen. Du hast schon einmal ein kaum benutztes Weihnachtsgeschenk deines Kindes in ein Geburtstagsgeschenk für seinen Freund umgewandelt. Du hast schon einmal das allabendliche Märchen um drei Absätze abgekürzt, nur um schneller damit fertig zu sein.

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Du bist deinem Tanzkurs unendlich dankbar, weil er dich wenigstens einmal in der Woche vor dem monotonen Baden-Hausaufgaben-Abendessen-Trott rettet. Du hast dich schon gefreut, dass dein Kind zum Geburtstag eingeladen ist, nur um dann verärgert festzustellen, dass die Feier nicht den ganzen Nachmittag dauert, sondern nur zwei Stunden. Du hast deinem Kind schon einmal mit deiner Spucke den mit Schokolade verschmierten Mund geputzt, obwohl das ekelig ist und du davon selbst als Kind traumatisiert wurdest.

Du hast dir schon einmal das Klassenfoto deines Kindes angesehen und warst aus dem Häuschen, dass dein Kind, wirklich dein Kind, am klügsten aussieht, ohne es jemand anderem zu sagen. Du hattest nicht den Mut, dein Kind anzulügen, als es dir in direkt in die Augen blickte und fragte, ob es den Weihnachtsmann nun wirklich gibt. Du schaust nachts nach, ob dein Kind normal atmet, ob ihm nicht zu kalt und sein Wasserglas voll ist.

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Du heulst vor aller Augen auf der Bühne, weil die Schulaufführung so schön war. Du klickst dich manchmal lieber durch Instagram, anstatt mit Plastikdinosauriern zu spielen. Du faulenzt manchmal, hast Schuldgefühle, sagst dir, dass du dieses oder jenes nicht bist, gibst aber letztlich immer dein Bestes. Dein Allerbestes. Du erziehst, liebst, weinst, pflegst, meckerst, tanzt, singst, schreist und kennst das Baby-Shark-Lied aus dem Effeff – alles, ohne mit der Wimper zu zucken.

Du stillst mit Leidenschaft, auch wenn du deine Brust nicht geben konntest oder wolltest. Du wurdest als Mutter geboren oder lernst es Tag für Tag. Du möchtest es unbedingt sein, aber wartest ein wenig zu lange, während dein Herz vor Liebe überquillt. Du, liebe Mutti, dir alles Gute zum Muttertag! Du bist schön. Du kannst es. Vor allem aber leuchtest du.“

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Wirklich herzerwärmende Worte! Keine Mutter sollte sich schämen, weil sie nicht „perfekt“ ist. Niemand ist es. Kein Wunder, dass der Facebookbeitrag bisher über 28.000 Mal geteilt und über 30.000 Mal mit „Gefällt mir“ markiert wurde. Egal, wie lange der Muttertag schon zurückliegt: Die Botschaft dieses Briefes ist zeitlos gültig.

Quelle:

positivr

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