Mit Klebeband verschnürte Katze wird vor Tierheim entsorgt.

Weil Nicole Palings Katze „Bacci“ am Abend Atemnot bekommt, macht sich die besorgte Katzenbesitzerin mit ihrer Samtpfote sofort auf den Weg in die örtliche Tierklinik. Als sie ihr Auto auf dem Parkplatz der Klinik abstellt, fällt ihr eine schwarze Transporttasche auf, die verloren in der Einfahrt steht. Die junge Frau ist zutiefst schockiert über den Anblick, der sich ihr bietet, als sie einen Blick in die Tasche wirft.

In der Stofftasche sitzt eine Katze, deren gesamtes Gesicht mit Klebeband umwickelt ist. Der Kopf des armen Tieres ist so verklebt, dass es gerade noch so durch die Nase atmen kann. Obwohl die Klinik bereits seit zwei Stunden geschlossen ist, hat Nicole dennoch Zutritt zu dem Gebäude, da sie als Initiatorin der Tierschutzorganisation „ELM Cat Rescue“ eng mit der Tierklinik zusammenarbeitet.

Die junge Frau schnappt sich die Transporttasche und ihre Katze Bacci und geht hinein. In Panik ruft sie ihren Freund Brett Norton an, da sie es nicht allein schafft, die arme Katze, die Nicole „Lucky“ tauft, von dem Klebeband zu befreien.

ELM Cat Rescue/Facebook

„Wegen des straffen Bandes konnte sie ihr Maul nicht mehr öffnen, es blieb ihr nur noch die Nase zum Atmen. Mit einem Taschenmesser versuchte ich das Klebeband durchzuschneiden und abzuziehen, aber es klebte in ihrem Fell fest. Ich hatte große Mühe, ihre Ohren nicht aus Versehen mit dem Messer zu verletzen. Ich wollte ihr nicht noch mehr wehtun“, erzählt Ersthelfer Brett Norton.

Hier kannst du dir das Video zu Luckys Rettung ansehen:

Zur Überraschung ihrer Retter hält die geduldige Lucky ganz brav still und lässt die schmerzhafte Prozedur ohne Widerwillen über sich ergehen. Die Katze scheint zu begreifen, dass Brett und Nicole ihr nur helfen wollen.

„Als ich die erste Hälfte ihres Kopfes und ihr Maul befreit hatte, rechnete ich eigentlich damit, dass sie mich beißen würde. Doch trotz allem zeigte sie keinerlei Anzeichen von Aggressionen. Sie versuchte nicht einmal um sich zu schlagen“, stellt Retter Brett erstaunt fest.

Sobald Lucky von dem Klebeband befreit ist, hat die freundliche Samtpfote nur noch eines im Sinn: Trinken! Niemand weiß, wie lange das Band schon um ihren Kopf gewickelt war, doch der unbändige Durst der Katze lässt vermuten, dass sie schon eine ganze Weile weder Trinken noch Essen zu sich nehmen konnte.

„Sie trank, als gäbe es keinen Morgen, als ob sie noch nie zuvor Wasser gesehen hätte. Wer weiß, wie lange der ehemalige Besitzer sie so leiden ließ?“, sagt Brett Norton.

Nach einer gründlichen tierärztlichen Untersuchung wurde bei Lucky eine Blasenentzündung festgestellt, die umgehend behandelt wurde, und auch Nicoles Katze Bacci konnte nach einer Zufuhr von Sauerstoff wieder nach Hause. Sobald es Lucky besser geht, darf auch sie in ein neues Zuhause ziehen. Bewerber gibt es für die gutmütige Katze schon viele. Doch Nicole wird Luckys zukünftige Besitzer zuvor ganz genau unter die Lupe nehmen, damit der gequälten Samtpfote nie wieder so etwas Schlimmes widerfährt.

Quelle:

TODAY

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