Mutter bedankt sich nach Totgeburt bei Krankenschwestern.

Rachel Whalen hat ein Schicksal ereilt, das sie mit vielen Müttern teilt: Ihr Baby stirbt noch im Mutterleib und kommt tot zur Welt. Doch statt wie so viele betroffene Eltern über das Tabuthema Totgeburt zu schweigen, teilt die Lehrerin aus den Vereinigten Staaten auf ihrem Blog, wie sie mit dem Verlust ihres Töchterchens Dorothy umgeht. 

Mittlerweile ist sie Mutter eines gesunden, aufgeweckten Mädchen namens Frances. Doch Rachel denkt noch oft an ihre Dorothy zurück, die bereits als Sternenkind geboren wurde. Mit besonders viel Dankbarkeit erinnert sich die Frau an das Krankenhauspersonal, das ihr in den schwersten Stunden beistand. 

Ihnen widmet Rachel diesen emotionalen Dankesbrief:

„An die Krankenschwestern,

danke, dass ihr mich gerettet habt. Euer Wissen und Können haben mich davor gerettet, meiner Tochter in den Tod zu folgen. Es war euer Mitgefühl, das mich zurück ins Leben geführt hat. Die Menschlichkeit, die ihr gezeigt habt, hat es mir möglich gemacht, an ein Leben nach dem Tod zu denken. 

Danke an die Schwester, die mir gezeigt hat, wie ich meinen BH mit Eisbeuteln fülle, um meinen Milcheinschuss zu stoppen, nachdem meine Tochter tot zur Welt gekommen war. Ich möchte mich ebenfalls dafür bedanken, dass Sie mich im Arm hielten, als ich über diesen Verlust weinte. Ihre Umarmung hat mir eine Schwere von der Brust genommen und einen kleinen Schimmer Licht in mein Dunkel gebracht.

Danke an die Schwester von der Intensivstation, die mich nach dem Tod meiner Tochter gesäubert hat. Danke, dass Sie sich Zeit genommen haben, mein Gesicht zu waschen und meine Haare zu bürsten. Das war nicht nur eine Berührung, es war eine Geste. 

Danke an die Schwester, die sich neben mich aufs Bett gesetzt hat, um mich nach Dorothy zu fragen. Danke, dass Sie sie real gemacht haben, auch wenn sie nicht mehr lebte. Ich werde niemals vergessen, wie Sie sich wie eine Freundin zu mir gelehnt haben und fragten: 'Wollen Sie mir von ihr erzählen?'

Danke an die Schwester, die mein Baby angezogen und ein Foto von ihm gemacht hat. Dieses Bild bedeutet uns alles. 

Danke an die Schwester, die in meiner ersten Nacht ohne Dorothy in mein Zimmer geschlüpft ist, um meine Hand zu halten. Danke dafür, dass Sie mir Ihre Geschichte über Ihre eigene Totgeburt erzählt haben. Danke dafür, dass Sie die erste Person waren, die mich aus meiner Isolation geführt hat, die man fühlt, wenn man sein Kind verloren hat. Dank Ihnen habe ich es durch die erste einsame Nacht geschafft. 

Am Schluss möchte ich den Krankenschwestern danken, die mich während meiner Schwangerschaft mit Dorothys kleiner Schwester betreut haben. Auch nachdem Frances geboren wurde, habt ihr niemals vergessen, dass jemand vor ihr kam. Sie wussten, dass Frances' Geburt mich nicht zum ersten Mal zur Mutter gemacht hat. Sie hat mich zur zweifachen Mutter gemacht.“

Die Erinnerung an ihr erstes Baby, das Rachel 9 Monate lang unter ihrem Herzen trug und dem es nie vergönnt war zu leben, wird die Mutter niemals verlassen. Dorothy weiterhin zu gedenken, hilft ihr dabei, den Schmerz zu verarbeiten. Vor allem möchte Rachel anderen Sternenkind-Eltern aber eines vermitteln: Ihr seid nicht allein.

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