Maria Plenkina lässt eigene 3-jährige Tochter verhungern

Wenn man Mutter wird, dann erscheint es einem doch wie das Selbstverständlichste der Welt, die Bedürfnisse des eigenen Kindes zu jeder Zeit über die eigenen zu stellen. Doch nicht jede Frau, die Mutter wird, eignet sich für diese Rolle. Oft sind gerade sehr junge Frauen mit ihren Kindern überfordert und haben das Gefühl, ihre Jugend durch die frühe Mutterschaft zu verpassen. So empfand es wohl auch die 21-jährige Maria Plenkina aus der russischen Stadt Kirow, die ihre 3-jährige Tochter Kristina über Tage allein zu Hause ließ, um mit ihren Freunden die Nächte in Cocktailbars und Nachtclubs verbringen zu können.

Nun ist das kleine Mädchen tot!

Am 20. Februar 2019 macht sich Kristinas 47-jährige Großmutter Irina auf den Weg zu der Wohnung, in der Tochter und Enkeltochter leben. Der Grund für Irinas Besuch ist Kristinas dritter Geburtstag, den die Großmutter selbstverständlich gemeinsam mit ihrem Enkelkind verbringen möchte. Als die 47-Jährige, mit Geschenken bepackt, am Wohnhaus ihrer Tochter ankommt, öffnet ihr niemand die Tür. Doch Irina besitzt selbst einen Haustürschlüssel, denn auch sie hatte während der ersten zwei Lebensjahre ihrer Enkelin in dieser Wohnung gewohnt, um ihrer alleinerziehenden Tochter mit dem Baby zu helfen.

Doch mit dem Öffnen der Wohnungstür verändert sich das Leben der jungen Oma mit einem Schlag für immer. In der völlig verwahrlosten, dunklen und kalten Wohnung findet sie schließlich den leblosen und nackten Körper ihrer 3-jährigen Enkeltochter. Von ihrer Tochter Maria fehlt indes jede Spur. Irina ruft umgehend Polizei und Rettungswagen, doch für die kleine Kristina kommt jede Hilfe zu spät. Die 47-Jährige versucht sofort ihre Tochter Maria auf dem Handy zu erreichen und hat schließlich Erfolg. Als die 21-Jährige von ihrer Mutter am Telefon erfährt, was in ihrer Abwesenheit in ihrer Wohnung passiert ist, eilt sie nach Hause und wird bei ihrer Ankunft sofort von der Polizei festgenommen.

Während des Gerichtsprozesses gegen die 21-Jährige kommen schließlich weitere verstörende Details ans Licht. Maria hatte die kleine Kristina bereits 8 Tage vor dem Auffinden ihrer Leiche in der gemeinsamen Wohnung allein zurückgelassen. Die junge Frau beteuerte vor Gericht, dass sie der 3-Jährigen Joghurt, Würstchen und Hähnchen zum Essen dagelassen hätte. Wasser und Strom hatte die 21-Jährige vor ihrem Verlassen jedoch vorsorglich abgestellt. Der Gerichtsmediziner, der die Leiche der kleinen Kristina untersuchte, stellt zudem fest, dass die 3-Jährige aus Verzweiflung sogar Waschmittel gegessen hatte, und der Mediziner stellt klar, dass der Tod des kleinen Mädchens sehr langsam und qualvoll gewesen sein muss. Ein vom Gericht angeordnetes psychologisches Gutachten bescheinigt schließlich, dass die 21-jährige Maria voll schuldfähig ist, da sie im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte gehandelt habe, als sie ihre kleine Tochter einfach sich selbst überließ.

Anfang Januar 2020 wurde Maria für den Mord an ihrer eigenen Tochter zu 13 Jahren Haft in einem russischen Arbeitslager verurteilt. Doch sogar Irina, Marias eigene Mutter, ist der Auffassung, dass diese Strafe nicht genug sei. Zudem macht sich die 47-Jährige schwere Vorwürfe:

„Sie hat mich belogen, indem sie immer wieder beteuerte, dass alles in Ordnung sei. Sie hat alle belogen! Ich hätte nie im Traum daran gedacht, dass Maria zu so etwas fähig ist. Wenn ich nur geahnt hätte, wie es tatsächlich um Kristina bestellt war, dann hätte ich sie zu mir geholt“, beteuert die Großmutter.

Die letzten Tage im Leben der kleinen Kristina wurden von Einsamkeit, Dunkelheit, Kälte, Hunger und Durst bestimmt. Diesen Tod würde man nicht einmal seinem schlimmsten Feind wünschen und erst recht keinem 3-jährigen Kind. Maria Plenkina wird in den folgenden 13 Jahren hoffentlich am eigenen Leib erfahren, wie sich ihr Kind in den letzten Momenten seines Lebens gefühlt hat.

Vorschaubild: © Facebook/Noticias Turrialba-Noticias CR

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